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Best Practice - Ausbildung:
Zahnarztpraxis von Schuler Alarcón

Die Zahnarztpraxis von Schuler Alarcón ermöglicht Menschen mit Hörschädigung mittels Gebärdensprache eine barrierefreie Behandlung. Als erste und bisher einzige Praxis in Deutschland bildet sie gehörlose Jugendliche zu Zahnmedizinischen Fachangestellten aus. In der Zahnarztpraxis sind 9 Mitarbeitende tätig, davon 5 Mitarbeitende mit Schwerbehinderung, darunter 2 Auszubildende mit Schwerbehinderung.

Bereits seit Beginn ihrer Berufstätigkeit setzt sich die Zahnärztin Marianela von Schuler Alarcón dafür ein, Menschen mit und ohne Hörschädigung in Zahnarztpraxen gemeinsam zu behandeln und auszubilden. Ausschlaggebend für Ihr Engagement war die eigene Erfahrung, wegen fehlender Sprachkenntnisse ausgegrenzt zu werden, als sie für ihr Studium nach Deutschland kam.

Da sie Menschen mit und ohne Hörbehinderung in bestehenden Praxen nicht ausreichend inklusiv behandeln konnte, eröffnete die Zahnärztin 2013 selbst eine eigene Modellpraxis, in der mittels Gebärdensprache kommuniziert wird. Unterstützung erhielt sie dabei vom Beratungs- und Unterstützungszentrum (BUZ) für körper- und sinnesbehinderte Jugendliche in Hamburg und der Beratungs- und Inklusionsinitiative Hamburg (BIHA).

Inklusion als Erfolgsfaktor

Mittlerweile ist die Praxis ein voller Erfolg: Patientinnen und Patienten nehmen Anfahrtswege von bis zu 400 km in Kauf. Sie profitieren genauso wie die Mitarbeiterinnen vom inklusiven Konzept: „Die Atmosphäre ist viel entspannter, die Menschen unterstützen sich gegenseitig und lernen, ihre Stärken zu teilen“, erzählt von Schuler Alarcón. Sie rät Arbeitgebern, sich intensiv mit Inklusion auseinanderzusetzen: „Von Inklusion profitiert man aber vor allem, wenn man sich ehrlich auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden mit Behinderung einstellt und die Bedingungen im Unternehmen anpasst.“

Marianela von Schuler Alarcón will aktiv dazu beitragen und weitere Praxen in ganz Deutschland von der Ausbildung und barrierefreien Behandlung gehörloser Menschen überzeugen. Eigens dafür hat sie den Verein InDeafMed gegründet, der unter anderem auch die Veröffentlichung ihres Gebärden-Wörterbuchs unterstützt.

Weitere Best Practice Beispiele

Broschüre
„Erfolgsfaktor Inklusion“

Die Preisträger des Inklusionspreises 2016 beweisen, dass sich Inklusion im eigenen Unternehmen lohnt – mit hilfreichen Praxistipps und Serviceinformationen für Arbeitgeber.

Broschüre
„Inklusion schafft Vorteile“

Die Preisträger des Inklusionspreises 2015 beweisen, dass sich Inklusion im eigenen Unternehmen lohnt – mit hilfreichen Praxistipps und Serviceinformationen für Arbeitgeber.

Broschüre
„Best Practice für Inklusion“

Die Preisträger des Inklusionspreises 2014 beweisen, dass sich Inklusion im eigenen Unternehmen lohnt – mit hilfreichen Praxistipps und Serviceinformationen für Arbeitgeber.

Broschüre
„Alle Potenziale nutzen“

Die Preisträger des Inklusionspreises 2013 beweisen, dass sich Inklusion im eigenen Unternehmen lohnt – mit hilfreichen Praxistipps und Serviceinformationen für Arbeitgeber.